| Auftakt 2011 in Verden |
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© alle Fotos: www.kerstin-hehmann.de Ben Donfack ist der Rich Brother, zumindest glaubt das seine Familie in Kamerun, die ihn nach Deutschland schickt, damit er hier ein besseres Leben führen kann. Außerdem hoffen seine Eltern und Brüder in Kamerun auf finanzielle Unterstützung durch Ben.Doch Ben macht hier in Deutschland ganz andere Erfahrungen, bekommt keine Arbeit und kämpft sich über Jahre mühsam durch das zwielichtige Berliner Boxmilieu. Diese authentische Geschichte erzählt Insa Onken in ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm mit einer Direktheit, Nähe und Sympathie für Ben und seinen Boxtrainer Wolfgang Haring, die stellenweise vergessen läßt, dass dies ein Dokumentarfilm ist. Bild oben: v.li.n.r. Hauke Meyer, Florence Tsagué, Wolfgang Haring, Insa Onken, Joachim Kruse, Greta Prätsch Deshalb interessierte die Schülerinnen und Schüler besonders, wie Insa Onken Ben kennenlernte und wie die Idee zum Film entstand. Beim Joggen in Berlin habe sie Ben gesehen und eigentlich wollte sie nur Fotos von ihm machen. Doch dann erzählte Ben seine spannende Geschichte und berichtete nach und nach von seiner Zerrissenheit zwischen seinem ärmlichen Leben hier und den Erwartungen seiner Familie an ihn. Insa Onken war fasziniert, kaufte sich eine kleine Kamera und fing einfach an zu drehen. Erst viel später entstand der Plan, daraus einen langen Dokumentarfilm zu machen. Insgesamt hat sie an dem Projekt vier Jahre gearbeitet. Man spürte auch im Kino in Verden, wie intensiv und emotional sie sich mit dem Rich Brother auseinandergesetzt hat. Emotionen bei den jugendlichen Besuchern rief auch der eigens komponierte Titelsong wach. Insa Onken musste die Musikliebhaber auf einen in Arbeit befindlichen Videoclip vertrösten. Bei Vorführungen des Films in Kamerun hat die aus Kamerun stammende und in Deutschland lebende Politikwissenschaftlerin Florence Tsagué eine gewisse Verunsicherung festgestellt. Rich Brother habe etwas an den Hochglanzbildern gekratzt, die man über TV-Serien aus den USA und Europa vom Leben im reichen Norden vermittelt bekomme. Schülerinnen und Schüler hätten berichtet, dass auch sie bereits den hohen Erwartungsdruck ihrer Eltern spürten, noch bevor sie zum Studieren oder Arbeiten nach Europa aufbrechen.Foto oben v.li.n.r. Wolfgang Schrick, Cine City in Verden, Joachim Kruse, Kreismedienzentrum Verden, Jörg Witte, Projektleiter der SchulKinoWochen Niedersachsen, Florence Tsagué, Boxtrainer Wolfgang Haring, Regisseurin Insa Onken und Michael Jahn, VISION KINO. Mit einem Appell bedankte sich Insa Onken bei den Schülerinnen und Schülern für die konzentrierte Diskussion. ›Wenn ihr eine Geschichte spannend findet, nehmt eine Kamera und macht einen Film daraus‹. Unterstützung erhielt sie von Joachim Kruse vom Kreismedienzentrum Verden. Er machte auf den laufenden Kurzfilmwettbewerb ›Die Niedersachsen Filmklappe‹ aufmerksam, zu dem noch bis zum 30.4.2011 Filme eingereicht werden können.
Foto oben v.li.n.r. Eckhart Lenk, Deutschlehrer, Dr. Sabine Dengel, Bundeszentrale für politische Bildung, Greta Prätsch und Hauke Meyer, Moderatoren der Diskussion, Klasse 9b Gymnasium am Wall. Rich Brother läuft im Rahmen der von 21. Februar bis 18. März stattfindenden Schul- KinoWochen Niedersachsen noch in Jever und Goslar (mit Regisseurin Insa Onken) und in Hannover. Zum Film gibt es ein umfangreiches Begleitheft. Infos: www.schulkinowochen-nds.de Karl Maier © alle Fotos: www.kerstin-hehmann.de Die SchulKinoWochen sind ein Projekt von VISION KINO in Kooperation mit dem Film & Medienbüro Niedersachsen e.V. sowie weiteren Landespartnern und werden gefördert vom Niedersächsischen Kultusministerium, der Niedersächsischen Landesmedienanstalt und der nordmedia Fonds GmbH. VisionKino ist eine Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der ›Kino macht Schule GbR‹ und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. Februar 2012 um 09:00 Uhr |




Ben Donfack ist der Rich Brother, zumindest glaubt das seine Familie in Kamerun, die ihn nach Deutschland schickt, damit er hier ein besseres Leben führen kann. Außerdem hoffen seine Eltern und Brüder in Kamerun auf finanzielle Unterstützung durch Ben.
Deshalb interessierte die Schülerinnen und Schüler besonders, wie Insa Onken Ben kennenlernte und wie die Idee zum Film entstand. Beim Joggen in Berlin habe sie Ben gesehen und eigentlich wollte sie nur Fotos von ihm machen. Doch dann erzählte Ben seine spannende Geschichte und berichtete nach und nach von seiner Zerrissenheit zwischen seinem ärmlichen Leben hier und den Erwartungen seiner Familie an ihn. Insa Onken war fasziniert, kaufte sich eine kleine Kamera und fing einfach an zu drehen. Erst viel später entstand der Plan, daraus einen langen Dokumentarfilm zu machen. Insgesamt hat sie an dem Projekt vier Jahre gearbeitet. Man spürte auch im Kino in Verden, wie intensiv und emotional sie sich mit dem Rich Brother auseinandergesetzt hat. Emotionen bei den jugendlichen Besuchern rief auch der eigens komponierte Titelsong wach. Insa Onken musste die Musikliebhaber auf einen in Arbeit befindlichen Videoclip vertrösten.
Bei Vorführungen des Films in Kamerun hat die aus Kamerun stammende und in Deutschland lebende Politikwissenschaftlerin Florence Tsagué eine gewisse Verunsicherung festgestellt. Rich Brother habe etwas an den Hochglanzbildern gekratzt, die man über TV-Serien aus den USA und Europa vom Leben im reichen Norden vermittelt bekomme. Schülerinnen und Schüler hätten berichtet, dass auch sie bereits den hohen Erwartungsdruck ihrer Eltern spürten, noch bevor sie zum Studieren oder Arbeiten nach Europa aufbrechen.